"Frag doch den Bergsteiger", war seine Antwort auf meine Frage.
Also ging ich zum Bergsteiger und stellte ihm meine Frage.
"Kannst Du mir sagen, was ich beachten soll, wenn ich mit jemandem gehen will?"
"Gehen? Wohin?"
"Wohin? In die Zukunft. Ich möchte mit jemanden in die Zukunft gehen!"
"Das weiss ich nicht", sagte der Bergsteiger, "aber ich kann dir sagen, wie es ist,
wenn du mit jemanden auf einen Berg gehen willst!
Das wichtigste dabei ist:
Du brauchst beide Hände frei, um sicher und zügig voranzukommen.
Jeder muss in der Lage sein, den Weg auch alleine zu gehen.
Jeder hat sein eigenes Tempo, wer ein fremdes Tempo gehen muss,
der kann den Weg nicht geniessen!
Und es gibt Abschnitte, wo du warten musst, wo du alleine chancenlos bist,
wo du deinen Partner brauchst, weil ihr einander helfen müsst, um weiterzukommen.
Und es gibt Plätze, wo ihr verweilen sollt, um den Augenblick und die Situation gemeinsam zu geniessen. Dann - im Stehen, im Verweilen, im Genießen - dann kannst du dir die Hände reichen, beide.
Um den Partner festzuhalten, um ihn zu umarmen, um alles das, wofür es keine Worte mehr gibt,
zu sagen.
Wenn du aber ein Stück vorankommen willst, musst du dich wieder lösen.
Denn zum gemeinsamen Gehen brauchst du beide Hände frei!"